MANGO1

 

Letztes Jahr bin ich 16 mal geflogen. 16 mal gestartet, gelandet, macht 32 Kaugummis, weil ich (Sensibelchen) die bei Start und Landung zum Druckausgleich brauche. Und sonst so? 
 
Früher war das bei mir so, dass ich dachte, ich verhungere auf Flügen. Das kennt ihr bestimmt. Zu Hause kommt man gut 4 Stunden ohne Nahrung aus, aber im Flugzeug? Niemals! Also wurde sogar für Kurzstrecken nach Spanien, Italien und co Proviant eingepackt. Und meistens waren das Süßigkeiten. Ein Apfel vielleicht, aber dazu Kekse, Schokolade, Süßkram. Und am besten noch ein Brötchen, „was Richtiges“. Dass ich das nicht wirklich brauche, war mir klar, aber irgendwie war es ein Grund, eine Entschuldigung, eine Ausnahme. Wenn das manchmal vorkommt, und damals war es ja auch nur einmal im Jahr, dann ist das natürlich okay. Als ich nach New York geflogen bin, um dort ein halbes Jahr zu wohnen, habe ich auch sehr viel Ungesundes mitgenommen, um den Abschiedsschmerz mit Schokolade zu übertönen. Auch das ist okay. Aber wenn man regelmäßig fliegt, geht das nicht. Schlecht für den Körper, die Stimmung, den Geldbeutel. 
 
Hier sind meine Tipps, wie man auch auf langen Flügen (oder Zugfahrten) nicht verhungert und sich trotzdem gesund ernährt.
 
1. Vorher essen
Sehr naheliegend, aber trotzdem erwähnenswert. Schwierig wird es für die meisten, wenn der Flug früh morgens geht. Aber auch dann gilt: Frühstück einfach einpacken. Wenigstens eine Banane, die hält satt und versorgt dich mit Vitaminen und gibt deinem Kreislauf einen Kick.
 
2. Obst
Gerade bei Kurzstrecken reicht es, einen Apfel als Snack dabei zu haben. Es ist absolut kein Problem, frisches Obst mit an Bord zu nehmen. Es gibt Länder, wie die USA, in die kein Obst eingeführt werden darf. Wenn man es aber im Flugzeug isst, tut man das ja auch nicht. Äpfel, Banane, Mandarine und Birne eignen sich besonders, da sie stabil sind (im Gegensatz zu Beeren zum Beispiel) und wenig Dreck machen (wie z.B. Kiwis, Orangen). Wenn man Platz für eine Tupperdose hat, kann man sich auch einen schönen Obstsalat machen, da sind dann keine Grenzen gesetzt. Der Vorteil an Obst: Gesund, frisch, und trotzdem süß – kann also auch den Heißhunger auf Süßigkeiten stillen. Jedenfalls ein bisschen.
 
3. Nüsse und Trockenobst
Kommt bereits verpackt, passt super ins Handgepäck, ist gesund und gibt einem die Möglichkeit, kontinuierlich in eine Tüte zu greifen und die Hand zum Mund zu bewegen. Klingt seltsam, aber das ist eben die Bewegung, die z.B. mit dem Essen einer Tüte Chips oder Gummibärchen verbunden wird. Nüsse liefern wichtige Nährstoffe und Energie. 
 
4. Gemüse
Echt jetzt? Ja! Vor allem auf langen Flügen. Niemand wird satt vom Flugzeugessen und niemanden schmeckt es so wirklich. Um den Hunger in den Griff zu bekommen und trotzdem gesund zu essen, nehme ich gerne eine große Tupperdose mit geschnittenem Gemüse mit. Gurke, Paprika, Karotte, Kohlrabi, Kirschtomaten.. lässt sich alles super (mit der Hand) snacken. 
 
5. Wasser?
Wenn man so 8-10 Stunden im Flugzeug sitzt, passiert es schnell, dass man dehydriert. Bei guten Flügen wird regelmäßig ein Getränk angeboten, bei schlechteren nur einmal (oder gar nicht bei Budget Airlines). Problem: Man darf keine Getränke mitnehmen und die am Flughafen kosten ein Vermögen. Ich nehme daher gerne eine große (Glas)Flasche mit (z.B. eine leere große Innocent-Smoothie Flasche). Zu Hause fülle ich sie mit Zitrone, Ingwer, Himbeeren, Gurken, was auch immer ich gerade da habe und mag, und nehme sie so mit zum Flughafen – ohne Wasser natürlich. Nach dem Security Check fülle ich die Flasche mit Leitungswasser auf und warte etwas, bis das Wasser den Geschmack des Obstes angenommen hat. Wer ungern Leitungswasser mag, kann sich eine Flasche mit eingebautem Filter kaufen. 
Ansonsten gilt: Einfach zur Stewardess laufen und immer wieder nach Wasser fragen. 
Und auch wenn es nervig ist, im Flugzeug auf die Toilette zu gehen: Trinken ist das Non-Plus-Ultra!
 
6. Aber ich will doch was Süßes!
Wenn der Flug lang ist und man genau weiß, dass die Naschkatze durchkommen wird, dann sollte man im Vorhinein „gesunde“ Alternativen einkaufen und nicht am Flughafen den Kiosk plündern. Meine Favoriten: Raw Bite Riegel, Clif Bars, Gemüsechips, Zartbitterschokolade (keine ganze Tafel, es gibt auch kleine, 40g Versionen). 
 
7. Flugzeugessen
„Hähnchen oder Pasta?“ – „Ist die Pasta vegetarisch?“ – „Nein, mit Fleischklößchen.“ Mh. Und nun? Falls ihr Vegetarier oder Veganer seid, denkt daran, mindestens 48h (!!!) vor Abflug euer Essen online zu bestellen. Oftmals gibt es keine vegetarische Alternative an Bord, wenn diese nicht geordert wurde. Wenn euch das Essen nicht schmeckt, stopft es nicht in euch rein, sondern greift zu euren mitgebrachten Alternativen. Ich esse meistens nur die Beilagen. 
Und den Nachtisch, erwischt!
 
8. Kaugummi
Gerade bei langen Flügen habe ich gerne Kaugummi dabei. Nicht nur für Start und Landung, sondern auch für Zwischendurch. Bei der Luft (und dem Essen, und wenig Trinken) hat man schnell einen komischen Geschmack im Mund. Außerdem hilft Kaugummi bei Lust auf Zucker, insbesondere, wenn man nur aus Langeweile (und die kommt im Flugzeug schon mal auf) snackt.
 
9. Reiswaffeln
Ich weiß, da steckt ein Schwermetall drin, das Krebs verursacht. Leider auch in Dinkelwaffeln. Aber ich liebe sie. Und sie füllen den Magen trotz weniger Kalorien. 
 
 
10. Leicht essen
Allgemein gilt auf Reisen: leichte Kost! Insbesondere bei Reisen mit Zeitverschiebung. Das ist für den Körper eh anstrengend und somit auch für den Magen (und den Darm). Vielleicht lasst ihr aufgrund der Zeitverschiebung ein bis zwei Mahlzeiten aus oder esst an einem Tag zweimal Mittag oder Abendessen. Daher sollten diese Mahlzeiten leicht verdaulich ausfallen, um den Körper nicht noch mehr zu beanspruchen. 
 
11. Uhrzeit
Der letzte, riesige Vorteil an mitgebrachten Snacks: Ihr könnt sie essen wann immer ihr wollt! Und am besten genau dann, wenn ihr Hunger habt. Manchmal werden die Mahlzeiten im Flugzeug zu unverständlichen Uhrzeiten serviert. Weil sich an der Zeit des Abflugortes oder Ankunftortes orientiert wird, oder manchmal einfach irgendwo dazwischen. Schlaft ruhig weiter, wenn es Essen gibt, oder schaut weiter euren Film, lest euer Buch. Nur weil alle anderen essen, müsst ihr das nicht. Das fiel mir lange schwer. Aber es ist immer besser, auf sein Gefühl zu hören – und auf einen knurrenden Magen.
 
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen. Wenn ihr noch Tipps habt, lasst sie gerne in den Kommentaren da! 🙂
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