web-kdl_hh_szenenmotiv_prio1_rafiki30652958892_1c8fd56f21_kIch weiß noch, wie ich 2006 das erste Mal auf dem Weg zu „König der Löwen“ war. Die Vorfreude war riesig. Noch nie hatte ich über ein Musical so viel Gutes gehört, so viel Begeisterung. Die Überfahrt mit der Fähre war sogar für mich Hamburgerin ein kleines Highlight, bevor ich in der Show mit den schönsten Kostümen, mitreißenden Songs und einer großartigen Performance begeistert wurde. Nur wenige Wochen später ging es für mich wieder in das Musical, dieses Mal mit meiner Schulklasse. Und obwohl so wenig Zeit zwischen den beiden Vorstellungen vergangen war, saß ich wieder gespannt da und entdeckte noch mehr Details. Zum Leidwesen meiner Freundin sang ich auch alle Lieder mit. Mein persönliches Highlight: als mein damaliger Crush bei „Kann es wirklich Liebe sein“ heimlich meine Hand nahm (obwohl ich vorher „Oh ich will jetzt gleich König sein“ schräg mitgesungen habe). Aber das ist eine andere Geschichte.

30652957122_b006397e0b_k 30652955802_25334743a8_k Tatsächlich war ich 2012 noch ein drittes Mal im König der Löwen, weil mein Freund (nicht der aus der 10. Klasse) tatsächlich noch nie da war! Schnurstracks habe ich ihm Tickets geschenkt und wir wurden beide nicht enttäuscht. Daher könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich letzte Woche die Chance bekam, hinter die Kulissen des Musicals zu sehen.

So eine Gelegenheit ergibt sich nicht alle Tage, aber zum 15. Jubiläum (!) des Musicals im Hamburger Hafen durfte ich in einer kleinen Blogger-Gruppe die Puppenwerkstatt besuchen und sogar in Kostüme schlüpfen. Die Masken und Handpuppen haben mich fast umgehauen. So viele Details, so voller Liebe und Geduld hergestellt und gepflegt. Was mich überrascht hat, aber eigentlich total sinnvoll und logisch ist, ist, dass fast jeder Darsteller seine eigene Maske hat. Es gibt also für jeden Mufasa eine eigene Mufasa-Maske. Und natürlich gibt es mehrere Mufasas, denn wenn ein Darsteller krank ist und der zweite Urlaub hat und der dritte plötzlich Vater wird, tja, da braucht man eben eine vierte Besetzung.

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Eileen hat schon ganz vorbildlich ein paar Fakten und Zahlen zusammengefasst, die ich euch hier auch einmal zeigen möchte:

  • Seit der Premiere wurden über 6.000 Vorstellungen (8 Shows pro Woche) gespielt
  • Es dauerte 37.000 Stunden um die 200 Masken und Puppets für das so genannte „Opening Set“ in 2001 anzufertigen
  • Die Maske von Mufasa wiegt nur 500 Gramm
  • Das fast menschengroße Puppet des Erdmännchens Timon ist ca. 130 cm groß und wiegt 6.5 Kilogramm
  • Das größte Tier ist der Elefant mit 4 Metern Länge und fast 3 Metern Höhe. Er hat eine Spannweite von 3 Metern und wird von 4 Darstellern bewegt
  • Während der Show sind weit über 100 Puppets, Masken und Requisiten auf der Bühne und 2 Puppet-Mitarbeiter auf stand-by, um einen reibungslosen Showablauf zu gewährleisten.

Zu Eileens Beitrag geht es hier.

30652952652_6eca9b1c5f_kNach dem Besuch der Puppenwerkstatt ging es auf die große Bühne. Ich hatte den Saal irgendwie größer in Erinnerung, aber wenn er mit Menschen gefüllt ist, stelle ich mir das schon sehr einschüchternd vor. Ich bin ja aber auch kein Musical-Darsteller (leider, aber ich hatte ja schon erwähnt, dass ich nicht singen kann). Mein Lieblingskostüm ist die Giraffe, aber da läuft man auf 4 Stelzen und daher haben wir dabei lieber nur zugeschaut. Ich selbst durfte aber in das Geparden-Kostüm schlüpfen und über die Bühne schreiten und jagen. Der Kopf des Geparden bewegt sich wie der eigene Kopf, das ist total irre. Eileen und Marie waren Zebras, Lali wurde zu gleich drei Antilopen. Danach waren wir alle nochmal Gras. Das haben wir jetzt auf der Bucket-List abgehakt: einmal Gras sein, damit Baby-Simba durch uns durch hüpfen kann.

30137730804_9a3c8832f3_k30732899736_e579ace257_kIhr merkt schon, es macht mir wahnsinnig Spaß diesen Beitrag zu schreiben und ich bin ganz emotional dabei. Ich war in schon sehr vielen Musicals, bestimmt über 10, und habe 3 Lieblinge. Eins davon ist in New York, eins in London und die Nummer eins, die ist in Hamburg.

Somit bleibt mir nur eins zu sagen: Nan ts’ngonya ma bakithi baba! 
(Ohne Gewähr. Ich hab’s gegoogelt und es selbst so geschrieben: na sepenja nabibitidada. Der ganze Song heißt „Der ewige Kreis“.)

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Vielen Dank
an das Stage Theater und das Team von „König der Löwen“ für einen tollen Tag und diese wunderbare Zusammenarbeit.

 

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7 Comments

  1. Wow, was für eine unglaublich geniale Gelegenheit und vorallem für dich so wie du davon schwärmst 🙂 .
    Ich bin zwar ein riesiger König der Löwen Fan, war aber noch nie im Musical, da ich eben auch einfach am anderen Ende Deutschlands lebe und ich den Besuch mit einem Urlaub kuppeln müsste. Das finde ich so schade, aber die Einblicke die du uns jetzt zeigst, fixen mich wirklich an 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net/blog/

    • Jules Reply

      Danke für deinen lieben Kommentar, Anni! Hamburg ist so eine schöne Stadt, da lohnt sich eine kleine Reise inklusive Musical auf jeden Fall 🙂

  2. Man merkt, dass du total mit Herz bei der Sache warst! Ein toller Beitrag, wirklich interessant. Ich war mit 8,9 Jahren – als ich damals das erste Mal in Hamburg war, in dem Musical. Seit ich hier wohne (sind ja erst 2 Monate) war ich nicht noch mal drin, aber nach über 15 Jahren wir das denke ich mal wieder Zeit! 😀

    • Jules Reply

      Jaa, unbedingt! Kannst ja immer die Augen offen halten nach Angeboten 🙂 Obwohl sich der Preis hier ja auch wirklich lohnt. Danke für deinen lieben Kommentar <3

  3. Das war wohl wirklich eine einmalige Gelegenheit, da bin ich ja schon ein bisschen neidisch. Aber man hat richtig gemerkt, wie sehr du das zu schätzen weißt und wie viel Spaß dir der Tag gemacht hat, das ist schön! 🙂 Ich selbst war bisher 1x in König der Löwen.. Hamburg ist leider ein ganzes Stückchen entfernt.

    Liebe Grüße,
    Alisa von http://www.zeitvergessen.net

  4. Pingback: LIFE UPDATE: November 2016 – julescalling.com

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