30186278674_70436562dc_k 30183131653_ccd67a5b1a_k30186247814_9cce0d5e18_kSeit Jahren schaue ich mit dir H&M Designer-Kooperation von außen an. Bei der Alexander Wang Kollektion habe ich versucht, online etwas zu ergattern, aber binnen Sekunden war der Server down und ich kam nicht mehr drauf. Dieses Jahr wollte ich irgendwie dabei sein. Die Kenzo x H&M Kollektion hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen, aber es hat mich gereizt, einfach mal mitzumachen. Zur Freude von Theresa, denn die hatte sich in ein Kleid verliebt und stand daher freudig vor 6 Uhr morgens auf, um sich mit mir in die Schlange zu stellen. Die Schlange in Hamburg war gar nicht so lang und wir kamen direkt in die zweite Gruppe. Wir sind dann kurz zurück zu Theresa, ich hab mich geschminkt (ich bin vom Bett direkt zur Bahn, dazwischen war nur Zeit sich anzuziehen und Zähne zu putzen), es gab einen Kaffee und schon ging es wieder los zu H&M. Ich hatte ja gar kein Ziel so richtig, und plötzlich stand ich da, im H&M in einem abgegrenzten Bereich und griff erst einmal nach allem, was schwarz war. Dann ab in die Männerabteilung und das gleiche nochmal. In der Umkleide war Theresa happy mit ihrem Kleid und ich stand da mit gut 7 Teilen und fand alle toll. Was war passiert? Eigentlich wollte ich doch gar nichts unbedingt.

Letztendlich entschied ich mich für eine Bluse, ein Shirt und ein Sweatshirt. Ich postete auf Instagram, dass wir dabei waren, und erhielt auch schon erste Kommentare, die verkündeten, dass die Kollektion doch echt hässlich sei. Kann ich verstehen. Denn die rosa-getigerten Stiefel mit hohem Absatz zur grün-getigerten Leggings mit buntem Plüschmantel waren auch für mich nichts. Als ich dann später meine doch eher schwarze Auswahl zeigte, kamen Reaktionen wie „Oh, so etwas gab es auch?“. Worüber ich mir aber ein wenig Gedanken gemacht habe, waren die ganzen Kommentare (nicht unbedingt bei mir, sondern allgemein), in denen gemeckert wird, dass es ja nur um den Namen geht. Dass die Sachen nicht schön seien (aber da waren wir ja schon, Geschmacksache) und nicht qualitativ hochwertig und überhaupt, totaler Schwachsinn, nur Opfer kaufen sowas. Aha. Klar geht es um den Namen. Kann mir keiner erzählen, dass es ihm/ihr zu 100% nur um das Design geht. Vielleicht 50-50, vielleicht 20-80, vielleicht 80-20, bei jedem anders. Aber mir kann auch keiner erzählen, dass jedes 5. Mädchen auf Instagram eine Chloé Faye/Chloé Drew/Gucci Dionysus wunderschön findet und jahrelang nur auf dieses Design gewartet hat, egal wer es auch trägt, egal welcher Name drauf steht. Mit Sicherheit nicht. Aber das ist doch auch vollkommen egal. Jeder kann mit seinem eigenen Geld doch machen, was er/sie möchte. Und zeigen, was er/sie möchte. Mein Fazit zum ganzen Hype um H&M-Kooperationen sowie Designer-Handtaschen, die eigentlich nach Oma aussehen, aber absolut hip sind: Everyone calm down. Leben und leben lassen, oder eben: shoppen und shoppen lassen.

P.S. Ich hab mal zwei Sachen übereinander gezogen, weil nur das Shirt zu kalt war. Finde es gar nicht so schlecht.

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3 Comments

  1. Du sagst es! Jeder soll genau das tragen, was man selbst am liebsten mag.

    Sehr cooler Beitrag! Gefällt mir gut – Meist wenn man ohne Plan loszieht bekommt man plötzlich die größte Auswahl… haha!
    Dein Look steht dir super, die Bluse ist ziemlich lässig.

    #hugs
    http://www.renegaert.com

  2. Pingback: LIFE UPDATE: November 2016 – julescalling.com

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