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PERSONAL: Der schlimmste Liebeskummer meines Lebens

Es war Liebe auf den ersten Blick. Jedenfalls, auf den ersten Blick in Natura. Ich kannte schon Fotos und Videoaufnahmen, die allesamt mein Interesse weckten. Und dann war es endlich soweit: unser erstes Zusammentreffen in 2010. Ich war 19, unendlich aufgeregt und habe mein Herz sofort und für immer vergeben. Es hielt nur einige Tage, dann dauerte es ganze 4 Jahre, bis wir uns wieder sahen. Der Herzschmerz in der Zeit dazwischen war aushaltbar, war es doch nur eine kurze Affäre gewesen. Was nun folgte, waren aber knappe 8 Monate voller Höhen und Tiefen, unvergesslichen Momenten, einer Achterbahn von Emotionen und meiner bedingungslosen Liebe.

Als die Zeit ablief, brach mein Herz. Ich fühlte mich leer, verlassen, hilflos. Nach einigen Wochen fing ich mich wieder, lebte mein Leben weiter, doch unterbewusst blieb der Schmerz. Bis ich etwas über ein Jahr später wieder in eine kurze Affäre stürzte. Wieder nur wenige Tage. Zwei Monate später noch einmal, dieses Mal nur ein einziges Mal. Ein Nachmittag, ein Abend, ein Morgen. Das war im November 2015. Seitdem gab es kein Treffen mehr. Mir geht es gut. Ich spüre das Verlangen, ich spüre den Schmerz, aber nur, wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde. Wenn andere Mädchen dort sind. Wenn sie haben, was ich auch haben möchte.

Es geht um New York.

Natürlich ist der Text so geschrieben, dass er euch in die Irre führt. Aber trotzdem ist jedes Wort wahr. Als ich mit 19 das erste Mal für ein paar Tage in New York war, ein Abigeschenk, gemeinsam mit meiner Mutter und Tante, wusste ich, dass ich zurückkommen muss. Und zwar für länger. Einmal in New York leben, das war mein Traum. Den habe ich kurzzeitig aus den Augen verloren, doch als ich mein duales Studium beendete, stand fest: Es muss nach New York gehen. Ich hatte Glück und bekam einen Praktikumsplatz bei Hugo Boss in New York für 6 Monate. Ich wusste, dass es die richtige Entscheidung war, noch bevor ich überhaupt ankam. Minus 15 Grad, Schneesturm, das Praktikum nicht wie erhofft, alles noch teurer als geplant. Aber ich wollte nirgends woanders sein. Auch wenn es emotionale Tiefpunkte gab, war ich durchgehend verliebt in die Stadt. Der Vibe, einfach das Gefühl, in New York zu sein. Einkaufen gehen, zur Ubahn laufen, Wäsche waschen gehen, alles macht Spaß in New York. Plötzlich vom Regen nass werden, den Bus verpassen, das Portemonnaie zu Hause vergessen, alles nicht so dramatisch in New York. Denn man ist in New York. New York bringt für mich eine Leichtigkeit mit sich, die ich woanders noch nicht erlebt habe. Viele Leute verstehen das nicht, New York sei doch laut, stressig. Es gibt laute Ecken. Es gibt stressige Situationen. Aber New York ist unendlich schön. Man ist frei. Jeder Tag ist etwas besonderes. Jeden Tag gibt es etwas zu entdecken. Die Leute sind anders. Die Leute in Soho sind anders als die in Williamsburg. Die in Harlem anders als die in Chelsea. Die auf der Upper East Side anders als die in Little Italy und die in Bushwick anders als die auf der Upper West Side. Aber sie haben etwas gemeinsam, was sie von Menschen in anderen Städten unterscheidet. New York gibt einem das Gefühl, angekommen zu sein, ohne je stillzustehen.

Ich vermisse New York. Die Stadt, die Menschen, mich. Ich bin anders in New York als hier. Vielleicht cooler, wagemutiger, aber auch entspannter, viel, viel entspannter.

Und solange ich nicht wieder auf dem Weg dorthin bin, wenn meine Augen sich mit Tränen füllen im Landeanflug, wenn ich die dreckigste Ubahn umarmen könnte, solange, bis dahin, schmerzt mein Herz bei jedem Bild, das ich von jemand anders in New York sehe.

// Achtung, Bilderflut.

TRAVEL: NEW YORK – Breakfast at Ruby’s

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Als ich 2014 für sieben Monate in New York gelebt habe, hatte ich mir vorgenommen, ganz viele Geheimtipps (und auch nicht so geheime Tipps) mit euch zu teilen. Hab ich nicht geschafft. Als ich im September 2015 wieder in New York war, hab ich extra mein Essen fotografiert (nagut, das tue ich andauernd), um wenigstens zwei meiner Hotspots mit euch zu teilen, und habe es dann zu Hause vergessen. Aber jetzt ist die Motivation da und bevor es zu spät ist, kommt hier ein Tipp: Ruby’s!

In den ersten Monaten meines Praktikums habe ich in der Mulberry Street in Soho/Little Italy gewohnt und in genau der Straße befindet sich auch das kleine australische Restaurant Ruby’s. Damals gab es nur viert Tische! Mittlerweile wurden die Räumlichkeiten nebenan gekauft und das Restaurant etwas erweitert, es ist aber immer noch eher klein. Eventuell muss man sich auf eine Warteliste setzen und ein wenig auf einen Tisch warten, aber das ist eigentlich überall in New York so und sollte immer eingeplant werden. Und es lohnt sich!

Mein absoluter Favorit ist das Banana Bread mit Passionsfruchtbutter. Es ist klebrig, es ist süß, es ist perfekt. Wer es herzhafter mag, findet auf jeden Fall etwas unter den Omelettes oder Egg Benedicts. Zum Lunch kann man hier auch super Salate, Burger oder Nudelgericht essen – glaubt mir, ich hatte fast alles von der Karte, und alles war: AMAZING.

NEW YORK: Brunch at The Butcher’s Daughter

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Wo gehen alle Supermodels in New York frühstücken oder einen Snack zwischen den Shows einnehmen? Wo findet man alle internationalen Fashionblogger in New York? Wo essen alle veganen Hipster in Soho? Welches New Yorker Frühstück wird am häufigsten bei Instagram gepostet? #vegan #healthy #foodporn #butchersdaughter

Als ich 2014 ein halbes Jahr in New York gewohnt habe, war ich nur ein einziges Mal bei  The Butcher’s Daughter, obwohl es direkt um die Ecke war. Es war mir einfach ein wenig zu teuer für den Alltag. Ich hatte einmal am Nachmittag ein Avocado-Toast und OMG – Avocado-Toast ist nicht gleich Avocado-Toast. Es war phänomenal. Auch der Saft dazu. 
 
Im September 2015 waren mein Freund, meine Freundin Marie und ich dort zum Brunch. Marie hatte einen Kale Salad, mein Freund und ich verschiedene Gerichte mit Rührei, Haloumi, Quinoa, Hummus, Minze etc. Eben all das Instagram-Superfood, alles #cleaneating, alles #foodheaven. Aber wirklich. Wir hatten dazu super leckere Säfte bzw. Smoothies, waren pappsatt danach und hatten das Gefühl, etwas wirklich gutes für unseren Körper getan zu haben.
 
Butcher’s Daughter – 19 Kenmare St – Soho – New York, NY 10012

NEW YORK: Brunch at Caféteria aka THE WAFFLES

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Ihr merkt schon, ich liebe Frühstück und Brunch. Ich habe euch bereits Ruby’s und Butcher’s Daughter in New York vorgestellt. Beide Restaurants haben eher gesündere Sachen, kleinere Portionen. Heute kommt etwas für die Schlemmer unter euch: Cafeteria.
 
Ich war dort einige Male. Mein herzhafter Favorit war ein Tomato-Spinach-Omelette mit Hash Browns und Toast. Ja, sehr viel Protein, noch mehr Kohlenhydrate. Mein süßer Favorit ist die Waffel mit Chinchilly Cream. OH MY GOD. Ernsthaft. Ihr braucht an dem Tag nichts anderes mehr essen. Die Waffel ist außen knusprig, innen weich und die Creme ist so unglaublich lecker – dazu noch ein paar Beeren. MUSS man probieren! Die Pancakes sind auch gut, kommen aber nicht an die Waffel ran. Auch für Lunch und Dinner gibt es eine unnormal große Auswahl an Burgern, leckeren Sides, Salaten, …. eigentlich alles. Aber hatte ich schon die Waffel erwähnt?!
 
P.S. Sonntags müsst ihr mit 30-40 Minuten Wartezeit rechnen, unter der Woche maximal 10 Minuten. 
 
Cafeteria, 119 7th Ave, New York, NY 10010